Montag, 1. Februar 2010

Winterspaziergang im Ruschbachtal

Gestern waren wir im Naturschutzgebiet Ruschbachtal. Am Morgen hatte se noch dicke Flocken geschneit, so dass am Nachmittag eine etwa 10 cm dicke Schneeschicht über der Lanschaft lag. Dick eingepackt betreten wir nun den Wald.

 

Der Weg ist zwar ausgebaut, aber etwas trittsicher sollte man trotzdem sein. So gefährlich, wie das Schild unten beim Eingang in das Naturschutzgebiet einem warnt, ist es aber nicht!


Anfangs wandert man direkt neben dem Bach entlang überall liegt Totholz herum. Nur gerade der Weg entlang dem Bach ist frei gemacht worden. Ansonsten lässt man das Holz liegen - eine idealer Unterschlupf für allerlei Getier. 

Hier im Ruschbachtal liegt der nördlichste natürliche Buchswald. Leider hat dieser im vergangener Sommer arg unter dem Buchsbaumzünsler gelitten. Unten beim Bach sind die Bäume fast komplett abgefressen, nur gerade am ende der Zweige sind noch einige Blätter dem Baum geblieben. Ein trauriges Bild!


Einige Bäume sind nur noch Gerippe.

Am Wegesrand zuerst nur vereinzelt dann immer mehr tauchen Winterschachtelhalme auf. So mit dem weissen Schnee sehen sie irgendwie wie Bartstoppeln aus!

 

Hier gut sichtbar  am rechten oberen Rand.
Immer wieder sind ganze Hänge voll damit, es sieht wunderschön aus!


Der Bach ist nicht wirklich tief. Es reicht aber um nasse Füsse zu bekommen und das Wasser ist glasklar. Immer wieder steigen von der Böschung Bergfinken empor, welche im Laub nach Buchecken gescharrt haben.


Gestürtzte Bäume liegen entlang des ganzes Tal direkt über dem Bach.  Manchmal ist der Bach unten kaum noch zu erkennen unter den vielen Stämmen und Äste.

 

Und überall an den Hängen wachsen Winterschachtelhalme.


Im letzten Stück geht es steil hinauf zu den Ruschbachfälle. 


Fälle ist etwas übertrieben, aber das Wassr fliesst über den Vorsprung über eine Kalksinterterasse hinunter. Seitlich sieht man gut die Schichtung des Muschelkalks.


Oben querren wir den Wald. Wir sehen kurz noch eine der Quellen des Ruschbach. Hier sieht der Buchswald viel gesünder aus - nicht so völlig abgefressen wie untem im Tal. Ich hoffe, dieser Wald erholt sich! Wir gelangen bald auf den Hauptweg und kehren zurück zum Ausgangspunkt herunter. 

Hier noch mehr Bilder: Ansehen
Und weiter Infos: Lesen

Donnerstag, 28. Januar 2010

Einschlagen von Rosen

Wohin mit den Rosen, wenn man sie als wurzelnackte zu spät oder schon wieder zu früh bekommen hat und man einfach keine Zeit hat oder der Boden schon gefrohren ist?

Man schlägt die Rosen ein!

Für den Einschlag hebt man eine kleine Mulde im Garten aus, in die legt man die Rosen leicht schräg hinein und deckst sie fast vollständig mir Erde zu. Die Wurzeln sind also mit etwas 20cm Erde bedeckt, die Äste schauen nur knapp heraus.

Wenn es Frost gibt, habe ich eine PE-Mörtelwanne (ca. 200 lt) gefüllt mir feuchter (Achtung: aber auch nicht zu nass!) Erde, dort kann man ebenfalls Rosen einschlagen. Die Wanne steht dann im kühlen aber frostfreien Kellereingang. Wichtig ist hier eine regelmässige Kontrolle, ob die Erde immer noch genug feucht ist.

Die Rosen können so problemlos 2 Monaten (noch länger war bei mir nie nötig, sollte aber eigentlich auch gehen) bis zu ihrer endgültigen Pflanzung ausharren, ohne dass sie Schaden nehmen.

Dienstag, 26. Januar 2010

Stachelmonster

In Winter, das muss sogar ich zugeben, sehen Rosen meistens nicht wirklich schön aus, vor allem wenn sie wie bei mir noch ganz ungeschnitten sind und ihre doch dünne Äste gegen den Himmel strecken. Ganz übel sieht Lykkefund aus mit seinen völlig blattlosen 5m langen Krakeltrieben.

Es gibt aber auch Rosen, die ohne jede Blüte, ja sogar ohne jedes Blatt gut aussehen (ist natürlich Geschmackssache!): Die Stachelmonster!

Inzwischen mag ich diese kratzbürstigen Damen richtig! Wenn man mit Ihnen arbeitet, weiss man, dass man dicke Handschuhe und Vorsicht braucht - da ist der Lykkefund dagegen richtig hinterhältig. Fast völlig stachellos - aber eben nur fast - und die wenigen Stacheln piecksen einem garantiert, wenn man mal barhändig mit ihm herumhantiert...

In meinem Garten habe ich folgende Stachelmonster:

- Goethe

- Staffa

- und die Fundrose Vockenberg, auch eine Moosrose



Mittwoch, 20. Januar 2010

Vorfrühlingsgefühle

Heute setzte ich zwei weiter Gallicas (Aimable Amie und Belle de Crécy), der untere Teil der 'fast-Gallicahecke' ist ja schon länger fertig. Beim oberen Teil fehlen noch drei Rosen - zwei (Cora und Nestor) werden mit der Frühjahrsbestellung kommen, eine ist noch eingeschlagen (Rose de Schelfhout). Beim mittleren Teil bin ich noch nicht sicher, ob ich überhaupt etwas setzten soll - mal schauen.


Überall drängen sich die Krokusse aus dem Boden hervor. Zwar sieht der Garten im Moment sehr unansehnlich aus, aber wenn man genau hinschaut, sieht man überall, dass die Pflanzen nur auf wärme und lange Tage warten - alles sitzt sozusagen in den Startlöchern.

Hie und da habe ich schon mit der Schere einige alte Staudenstände abgeschnitten. Es juckt mich in den Fingern, den ganzen Garten schon aufzuräumen für den Frühling - aber wir haben erst Januar, da kommen noch einige Frosttagen (meistens Barfrost), wo jeder Schutz wichtig ist.

Während der Frühling noch auf sich warten lässt, durchforste ich das Internet. Ich habe schon während des Winter fleissig bestellt, u.a. verschiedene Samen von einjährigen, zweijährigen und mehrjährigen Stauden, natürlich auch getopfte Stauden, Rosenobelisken (endlich habe ich genau solche gefunden, wie ich schon lange wollte), kleine Insektenhotels (ein grosses will ich selbst machen), Dünger (braucht es immer) und last but not least wurzelnackte Rosen...

Anschaffung für dieses Jahr:
- unbedingt einen zweiten Kompost (meiner jetztiger quillt völlig über...)
- ev. einen Häcksler
- gerne auch ein paar Natursteine für die Trockensteinmauer, Beeteinfassung und ev. Wege
- Rosenbogen
- Pergola

Montag, 11. Januar 2010

Winterlandschaft


Im Moment kann ich ja nichts machen im Garten. Seit einigen Tagen haben wir Frost und seit 3 Tagen haben wir auch Schnee.




Die Stauden und Gräser sehen wunderschön in der Winterlandschaft aus. Ich schneide diese u.a. wegen den häufigen Barfrösten in unserer Gegend erst im Frühling runter, aber es sieht mit Schnee einfach schöner aus.


Der Schnee ist zwar nur 15 cm stark aber er hüllt alles ein und deckt die Stauden zu und schütz sie vor Kälte. Der im Frühjahr 2009 gesetzte Rosmarin officinalis 'Arp' sieht immer noch sehr gut aus, obwohl wir hier im Garten Temperatur von -13°C hatten.

Der Garten ist leergefressen. Natürlich hatten die Stäucher noch nicht viele Früchten, aber die Vogel nehmen diese an und in den folgenden Jahren werden die Gehölze ja hoffentlich wachsen, üppiger blühen und mehr Früchte tragen!

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Winterzeit

Heute habe ich noch einige Gallicas eingeschlagen - zum Eingraben sind sie leider zu spät angekommen, aber so wie ich das Wetter hier kenne, werde ich wohl noch vor Jahreswechsel das passende Wetter und Temperatur haben um sie richtig einzugraben.

Ansonsten haben wir heute den ersten richtigen Schnee bekommen, wenn auch nur ein 'Schäumchen'. Trotzdem der Garten wirkt selbst durch den wenigen Schnee ruhig und schlafend.


Hier ruhen nun einige Zwiebeln, Stauden und Gehölze und warten auf den Frühling.


Samstag, 21. November 2009

Die letzten Zwiebeln

Bei angenehmen 16°C war ich heute im Garten und bin nun erleichtert zu sagen, dass endlich alle Zwiebeln versenkt sind, bei den Stauden sind es schon noch einige aber eigentlich auch nur Resten.

Das Kiesbeet ist soweit fertig bis auf die Duchesse de Montebello. Alles im allem wird es sehr silbrig aussehen dieses Beet.

Weiter habe ich mit der Gallicahecke angefangen. Dort stehen u.a. Hippolyte, Jeanne Duval, Duchesse d'Angoulême, Marquise Boccella (ihr seht, eine ganz reine Gallicahecke wird es nicht... ), Pourpre Charmant und Incomparable, einige werden noch folgen schliesslich wird die Hecke etwa 18 m lang . Die Damen haben zwar sehr gute Erde und auch mehr alls genügend Licht und Platz, aber sie müssen sich gegen das vom Nachbar ständig hereinwachsende Unkraut durchsetzen. Auch hier möchte ich es mit einer spezieller Mulchschicht versuchen: Stroh, dann bis zu vier Lagen Karton und darüber Rindenmulch - mal schauen.

Etwa die Hälfte der Rosen sind geliefert und versenkt, auf die andere Hälfte warte ich noch. Aber mit den Rosen habe ich ja noch Zeit - der November soll ja sehr mild bleiben.

Fotos gibt es leider diesmal nicht - mein kleiner Apparat ist in Reperatur.

Donnerstag, 5. November 2009

Viel zu tun

In meinem Garten ist jede Menge geschehen - soviel, dass ich in letzter Zeit kaum zum Schreiben gekommen bin.

Hier also der neueste Zwischenstand.

Der Wühlmausberreich habe ich endlich in Ordnung gebracht. Ich habe einige Pflanzen neu gesetzt für die Verluste durch die Maus und ein paar andere Pflanzen haben einen neuen, besseren Standort bekommen. Das wollte ich schon lange mache, aber ich hatte nie Lust neue Stauden für die Berreicherung des Speiseplan einer Maus zu kaufen, inzwischen liefern mir meine Fallen regelmässig Mäuse, bevor diese wirklich einen Schaden machen können. Also höchste Zeit den Teil zu überholen.

Die meisten Stauden sind gepflanzt ein paar wenige stehen noch herum bis zu ihrem endgültigen Versenken. Ich weiss gar nicht mehr, wie viele Zwiebeln ich gesetzt habe, aber ich war damals beim Bestellen sehr optimistisch - zum Glück sind nur noch wenig da, die ich noch pflanzen muss.

Angel Face und gezwungenermasse auch Old Port haben ihr Winterquartierbekommen. Old Port nur weil er so nah neben Angel Face steht... Die beiden sind die einzigen, welche einen Winterschutz bekommen. Angel Face soll ja ziemlich Kälte empfindlich sein - ich kann das nachvollziehen - darum hat die Gute eine Decke bekommen.


Weiter habe ich ein Kiesbeet angelegt. Der Mittelteil des Garten besteht ja hauptsächlich aus Kies und hat ziemlich viel unbenutzter Raum. Also bin ich ja fast gezwungen ein Beet anlegen! Jawohl! Nicht Rasenschwund sondern Kiesschwund sozusagen! Unter einer 5 cm dicke Kiesschicht kommt dann gute Erde hervor - also wenn ich das ungenutzt lasse!

Ich siedle vorerst folgende Pflanzen an: Lavendel, Salbei, Stachys, Perovskia, Gypsophila, Dianthus (weitere Stauden kommen sicher noch dazu) und drei Albarosen, dort haben sie genug Platz sich breit zu machen und sie werden wohl von allen Rosen am besten mit dem Boden zurecht kommen.
Ja eine ganze schöne Anzahl Rosen habe ich schon gepflanzt, aber die meisten werden erst jetzt im November kommen.