Montag, 26. September 2011

Neue Wege braucht der Garten

So nach etwas längerer Sendepause hier im Blog endlich wieder Neuigkeiten aus meinem Rosengarten.


Es wird Herbst im Garten.

Zur Zeit wird wie verrückt gepflanzt, diverse Stauden (habe ich schon erwähnt, dass eine ganze Palette Stauden bestellt habe?), aber auch wieder einige Zwiebeln (wenn auch von denen deutlich weniger als in den letzten Jahren) und noch einige (!) Bäume. Nun bei den Bäumen sind es drei klein bleibende Ahornbäume, dann noch zwei Sträucher und ein Säulenginko, also doch nicht soooo wild!

Weiter verfolge ich mein Projekt meine kleine Nebenwege endlich schöner zu machen und vor allem weniger arbeitsintensiv. Bis an hin waren es Unkrautwege, welche auch im dritten Jahr nicht zu Wiesenwege werden wollten. Diese Wege aber mussten trotzdem regelmässig geschnitten und gut im Auge behalten werden, dass sie nicht zu fest in die Beete rein wucherten. Viel Arbeit für wenig Schönheit, dass soll sich nun ändern!

Der Hauptweg bleibt natürlich aus Rasen bestehen.

Auf der rechten Seite meines Gartens sind die Wege nun schon umgewandelt. Zuerst wurden die Ränder nochmals gut geputzt dann eine grosszügige Lage Pappe drauf und zuletzt noch Rindenmulch, fertig sind die neuen Wege.


So sah es noch bis letzte Woche aus. Unkrautstreifen an Stelle von Rasenwege.




Neu sieht es so aus.

Montag, 22. August 2011

Die Schmuddelecke

Jeder Garten hat einen Berreich, den man nicht so gerne zeigt, da er nicht zu den schönsten Ecken in einem Garten gehört. Dort wo nämlich der Kompost ist, wo man Material zwischenlagert, die Brühen und Tees bis zu ihrer Verwendung harren - kurzum die Schmuddelecke, die wohl jeder Garten hat...!

Wenn ich in anderen Gärten bin, schaue ich mir neben den vielen schönen Beete gerne den technischen Bereich an, Ich finde es einfach intressant, wie die unterschiedlichen Gärtner, diese Ecke in ihrem Garten organisieren und gestalten.


Und so sieht es in meinem Garten aus.

Drei Kompostsilos bieten gerade genug Platz für den ganzen grünnen Abfall. Im letzten haben sich Hornissen angesiedelt, darum liegen auch Bretter darauf, damit sie einen Schutz vor Regen haben. Im letzten wuchert ein Kürbis vor sich hin.

Vorne rechts ein Steinhaufen, der gerne von den Eidechsen also Sonnenplatz benutzt wird, aber eigentlich ist der ganze Garten fest in Eidechsenhände!

Vorne links noch angeschnitten mein Wannendepot, welche ich für den Transport und Lagerung von Mulch gebrauche. Ein paar vereinzelte intakte Betonsteine für den Nachbarn liegen auch noch herum.

Wasser ist in meinem Garten äusserts kostbar, darum wird es überall gelagert, wo es möglich ist, auch in einzelnen Kanister. Daneben stehen zwei Wannen mit noch zu pflanzenden Rosen und meine beiden Maischefässer mit Brenesselsud.

Der Grill, wenn er den nicht gerade im Einsatz ist wird dort auch deponiert. Die Zinkwanne ist der spezielle Kompostort für Quecke, Winden und andere Unkäuter, die nicht in den normalen Kompost gelangen sollten.

Es würde mich freuen euren technischen Bereich zu sehen.

Donnerstag, 4. August 2011

Blaue Rosen 2011, Teil 2

Mein Garten widmet sich ganz dem Thema blaue Rosen (auch wenn ich noch ganz viel andere Rosen habe) und mein Ziel ist es die meisten dieser Rosen hier zu versammeln.

Gewissermassen wie eine Vergleichspflanzung da meine Rosen ja ganz ohne Spitzung druchkommen müssen. Ok hier in meinem Garten habe ist ja auch idealle Rosenbedinnungen: Viel Sonne, immer etwas Wind aber trotzdem geschützt, milde Winter und guter Boden.

Stressfaktoren für meine Rosen sind: Keine zusätzliche Bewässung ab dem 2. Standjahr, sehr heisse und trockene Sommer, relativ wenig Dünger und kein Schutz im Winter.


Barbara Streisand ist der absolute Hinkucker im Moment in meinem Garten. Ich habe sie eher der vollständigkeithalber gekauft und nun erhalte nun diese wunderbare Blüte!


Novalis ist ein absolutes Muss für Fans von blauen Rosen - kaum eine ist bis jetzt so gesund und hat diese tolle Blütenfarbe!


Mamy Blue hat sich nun gut im Garten etabliert. Dieses Jahr ist sie gut gewachsen und blüht herrlich.


Charles de Gaulles hat sich auch gut eingewachsen. Er hatte vor allem am Anfang Probleme mit der Winterhärte - ein Problem, dass französische Züchtungen scheinbar oft haben. Darum ist hier eine Frühjahrspflanzung zu empfehlen.


Lavender Lassie ist für all jene perfekt, die es gerne unkompliziert und zuverlässig haben möchte. Endlich auch eine Blaue die richtig gross wird!


Herkules schwankt häufig etwas zwischen Lavendel und Beige. Eine wunderbar gesunde Rose, die immer wieder in Schüben blüht.


Und immer wieder die Lavender Ice. Sie ist zum Niederknien schön - dass ist bei ihrer Grösse auch ein Muss, denn sie ist eher schwachwüchsig, dafür aber sehr gesund.

Mittwoch, 20. Juli 2011

Blaue Rosen 2011, Teil 1

Natürlich gibt es keine blaue Rosen, aber wie immer ist der Mensch bestrebt, möglichst das Unerreichbare zu erreichen.

Immer wieder hört man von fantastischen Versuchen Gene des Veilchens in den DNA-Strang einer Rose einzuschleusen um eine wahrhaft blaue Rosen zu kreieren. Ich finde der Reiz der 'blauen' Rose ist es ja, dass es sie nie wirklich geben wird, zumindest nicht mit herkömmlicher Zucht sondern man sich ihr nur annähert.

Hier ein paar Bilder meiner 'blauen' Rosen.


The Scotsman ist zur Zeit einTaum.


Florence Delattre gehört zu den sehr zuverläasigen und gesunden Blauen, ab und zu verpinkt sie aber.


Moody Blue habe ich erst seit letzten Herbst, aber die Rose zeigt sich für eine blaue sehr starkwüchsig und gesund.


Magenta ist eine alte Kordeszüchtung. Warum sie fast unbekannt ist, ist mir ein Rätsel, da sie gesund und blühfreudig ist.


Blue Bajou wohl immer noch die bläueste aller Rose (abgesehen von Rahapsody in Blue). Sie ist aber sehr heikel.


Oder die wunderbare Lavender Ice, welche obwohl eine deutsche Züchtung nur im Ausland erhältlich ist. Unverständlich da die Rose sehr gesund ist.

Übrigens meine Rose werden nicht gespritzt, weder mit Chemie noch mit Bio und bekommen auch nur einmal im Frühjahr Dünger, damit sie nicht zu mastig in den Winter gehen und nicht geschützt werden müssen.

Mittwoch, 13. Juli 2011

Strauchrose, Teil 4: Purple Lodge

Gäbe es ein in meinem Garten ein Ranking, wäre ganz oben an der Spitze neben der Madame Pierre Oger dieses Jahr auf jeden Fall die Purple Lodge, eine Züchtung aus dem Haus Orard.



Es ist eine Aufzählung der Superlativen! Die Farbe ist sehr selten bei Rosen, dass sie noch stark gefüllt ist, macht sie noch spezieller und als wäre das noch nicht gut genug ist sie öfterblühend. Aber es geht weiter! Die Rose ist zu dem sehr vital und strotzend vor Gesundheit und als Krönung dieser vielen guten Eigenschaften duftet sie noch herrlich.


Nachteile: keine - höchstens die Winterhärte, dazu kann ich wenig sagen wegen unserer milden Weinbauklima.


Hier noch ein Foto aus dem ersten Standjahr.

Mehr Informationen gibt es auf HMF.

Dienstag, 12. Juli 2011

Mord und Totschlag im Garten!

Seit einiger Zeit hat sich ein Hornissenvolk (Vespa crabro) sich in meinem Kompost breit gemacht.

Während die grossen Brummer mich völlig in Ruhe lassen, vergreifen sich Hornissen an den anderen Insekten.



Die Hornisse hat im Flug eine Biene erbeutet, welche sie mit einem Stich tötet, dann geht es mit der Beute ab ins Nest.

Interessant fand ich auch, dass die Hummeln zwar genau beobachten wurden aber schlussendlich in Ruhe gelassen wurde.

Sonntag, 3. Juli 2011

Lilien

Irgendwann nach der grossen Rosenblüte und den Salbeien und bevor die Rosen wieder neue Blüten machen, ist die Zeit des grossen Auftritt der Lilien.

Anders als bei den Rosen habe ich keine spezielle Sammelleidenschaft, aber ich mag Lilien und ihr herrlicher Duft ist ähnlich intensiv wie bei Rosen.


Hier zusammen mit Allium sphaerocephalon.


Richtig lästig wird im Frühjahr das Lilienhähnchen, welches die Lilien zum fressen gern hat. Die adulten Käfer sind knallrot und quieken deutlich wahrnehmbar bei Gefahr, zusätzlich lässt sich der Käfer fallen. Die orangefarbenen Larven hüllen sich hingegen in ihren eigenen Kot ein, um vor Fressfeinden geschützt zu sein.
Zum Glück ist der Befallsdruck dieses Jahr gering, so dass die Lilien einen guten Start hatten.


Mittwoch, 29. Juni 2011

Veränderungen II

Immer wieder schaue ich meine alten Bilder an um zu sehen, wie sich der Garten in den letzten Jahren so verändert hat. Es macht mir immer wieder unglaublich Freude zu sehen, wie sich der Garten entwickelt und das gibt mir wieder neue Motivation dran zu bleiben und den Garten weiter zu entwickeln.


Am 28. Juli bei 35°C Hitze.


Vor einem Jahr am 29. Juli 2010. Der Lavendel und auch die Katzenminze sind noch deutlich kleiner, der 'Rasen' weniger gepflegt, unter anderem dadurch wirkt der ganze Garten struppiger! Rechts gab es noch mein Steindepot und davor die Mulchwannenlager.


Juli 2009, der Garten ist gerade mal 4 Monate alt. Die meisten meiner Gehölze sind schon gepflanzt, ansonsten gibt noch jede Menge zu tun.

Ja ganz schön erstaunlich, was innerhalb drei Jahren alles so gegangen ist!